Hallo liebe Besucher meines Blogs

Ich freue mich, dass Ihr den Weg zu meinem Blog gefunden habt.

Alles was mir wichtig ist, erzähle ich hier, berichte über Ereignisse und Erlebnisse, von denen ich denke, dass sie auch Euch interessieren.

Ich bezeichne mich mal als politische neutral. Dennoch habe ich eine Meinung, die ich natürlich auch hier vertrete.

Gern könnt Ihr mir schreiben, meine Beiträge kommentieren. Jedoch muss ich gleich darauf hinweisen, dass Kommentare mit rechtsextremen oder linksextremen Inhalt von mir sofort gelöscht werden. Ansonsten können wir gern über alles diskutieren und unsere Meinungen austauschen.

Es wird sicher auch einige Beiträge geben, die nicht so jugendfrei sind. Das liegt am Thema und an den Details. Jedoch werde ich in jedem Falle die Persönlichkeitsrechte achten. Wer mehr Details zu den Personen, die beschrieben werden, wissen möchte, schreibt mir bitte eine persönliche Mail. 

Foto auf dem Titelbild „Universität Leipzig“: Copyright by Michael Köhler 2020

CORONA NEWS vom 19.03.2020

Auch bei uns in Leipzig gelten seit heute diese Einschränkungen mit Geschäftsschliessungen, auch in Sachsen sind nun alle Schulen und KITA’s, Unterhaltungseinrichtungen usw. geschlossen.

Die Bundeskanzlerin hat in ihrer gestrigen Rede, der Bundespräsident ebenso, an die Solidarität, das Verständnis, den Gemeinsinn und die Empathie jedes Einzelnen von uns appelliert.

Dazu gehört natürlich auch, dass obstruse Meldungen, deren Quellen nicht bis ins letzte geprüft wurden, nicht weiter verbreitet werden.

Noch einmal zur Information.

SARS-n-19-COVID so heisst das Virus und bedeutet:

SARS – Schweres Akutes Respiratorisches Syndroms (englisch severe acute respiratory syndrome) erstmals 2002 im November in China aufgetreten. Das klinische Bild entspricht dem einer atypischen Lungenentzündung (Pneumonie).

Der Erreger von SARS war ein bis dahin unbekanntes Corona-Virus, das man mittlerweile als SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV oder SARS-CoViD) bezeichnet.

Co – Corona

VI – Virus

D – Disease (dem englischen Wort für Krankheit)

19 – Das Jahr der Entdeckung des Virus

N – New (neu)

Also sind alle andersartigen Behauptungen, es wäre kein Corona-Virus, falsch.

Dieses Virus gehört zu einem Virenstamm (Influenza-Viren, Familie der Coroa-Viren), das atypische Lungenentzündungen hervorruft. Es gibt bisher keinen Impfstoff und kein adäquates Medikament, mit dem die Krankheit behandelt werden kann. (Daran wird weltweit zur Zeit geforscht und hier kann sich täglich Neues ergeben.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, so schwer es uns auch fällt, die getroffenen Maßnahmen und Einschränkungen des täglichen Lebens zu akzeptieren und sich daran zu halten.

Wir haben noch keine Ausgangssperre, also dürfen wir einkaufen, spazieren gehen und wenn wir uns die empfohlenen Regeln halten, brauchen wir auch keine Angst zu haben.

Die empfohlenen Regeln beginnen zuhause,

  • regelmäßig Händewaschen (richtig einseifen bis zum Handgelenkt, dreissig Sekunden gründlich waschen – entspricht 2 x „happy birthday“ singen
  • alle Oberflächen besonders in der Küche, Türklinken usw. regelmäßig abwaschen und trocknen
  • Handtücher: jeder hat seins für die Hände, täglich wechseln
  • Nicht zu oft ins Gesicht (besonders Mund, Nase, Augen) fassen
  • So schwer es fällt auch nicht zu oft, am besten gar nicht kuscheln
  • Kinder sollten den Kontakt zu den Grosseltern meiden und generell zu älteren Menschen (55+)

Ausserhalb der Wohnung:

  • Abstand zu anderen Menschen halten, mindestens 1,5 m
  • Beim Einkaufen, nicht drängeln, direkten Kontakt zu anderen Menschen vermeiden, auch hier (bei vielen Supermärkten explizit) 2 Meter Abstand halten
  • Keine Hamsterkäufe (die Versorgung mit allen Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs ist jederzeit gewährleistet) hamstern schadet der Gesellschaft, besonders die Schwächeren bekommen dann nichts ab
  • Ölkrise bedeutet: es gibt eben mal nur 3 verschiedene Speiseöle statt sonst 20 Sorten
  • Alle Gruppen (also mehr als 3) meiden, auch hier Abstand halten

Allgemein gilt:

BITTE ACHTET AUFEINANDER, HELFT DEN SCHWÄCHEREN, IN DIESEM FALL ÄLTEREN; BEHINDERTEN UND SCHWANGEREN!

KEINE HÄNDE SCHÜTELN, AUF UMARMUNGEN VERZICHTEN1

Informationsquellen: Robert-Koch-Institut, Bundesministerium für Gesundheit

Portrait-Studien

Fotografieren ist seit Ende der 1970-er Jahre mein Hobby. In der Vergangenheit (bis 1992) hatte ich auch ein eigenen Fotolabor. Durch mehrere Umzüge und weniger Platz sowie Gelegenheiten muss ich auf diese Fotolabor leider verzichten.

Ich möchte auf dieser Seite einige Portraits vorstellen.

Die schwarz/weiss-Filme und Fotos habe ich selbst entwickelt, die Positive in verschiedenen Größen gefertigt, das grösste war 50 x 60 cm.

Dieses Foto entstand im Sommer 1981 auf einem Campingplatz in der Nähe von Potsdam.
Dies zeigt eine Mutter mit ihrem Baby. Es war nur ein Augenblick, in dem das Kind mir den Kopf zu drehte.
Mit diesem Foto, das ich in mehreren Ausstellungen zeigen durfte, habe ich eine Reihe von Preisen gewonnen. In der Größe 50 x 60 cm habe ich das Foto selbst vergrößert und entwickelt.
Die Aufnahme entstand mit einer Spiegelreflex-Kamera „PRAKTICA MTL5“ und auf dem handelsüblichen ORWO Schwarz/Weiss-Film, ISO 100, 35 mm, 36 Bilder, den man in der DDR kaufen konnte.
Dieses Foto entstand ebenfalls im Sommer 1981. es zeigt einen Jungen, der auf einer Lichtung im Walde (in der Nähe von Potsdam) zeichnet.
Fotografiert habe ich mit der Spiegelreflex-Kamera „PRAKTICA MTL5“ von Pentacon Dresden auf ORWO Schwarz/Weiss-Film ISO 100, 35 mm-Kleinbild, 36 Bilder.
Ein hervorragendes Ergebnis von Kosmetikerin und Friseurin. Im Ausschnitt sind die Pigmentflecke noch zu sehen. Hier haben wir bewusst auf das Schminken verzichtet.
Herausgekommen ist ein Foto, dass eine stolze alte Dame (81 Jahre) zeigt.
Das Foto wurde nachträglich nicht mehr bearbeitet sondern im Original in einem Magazin abgedruckt.
Aufgenommen auf ORWO Color Negativ- Film 35 mm, ISO 100, 36 Bilder. Die Entwicklung erfolgt in einem professionellen Fotolabor.
Die Travestie-Künstlerin „Maria Katastropha“ beim Fasching im Café „vis-à-vis“ in Leipzig.
Die Künstlerin ist bei vielen Veranstaltungen aufgetreten, konnte live sogar Opernarien singen.
Das Foto entstand ebenfalls mit einer Spiegelreflex-Kamera „PRAKTICA MTL5“ von Pentacon Dresden (mit Blitzlicht) auf ORWO Color Negativ- Film 35 mm, ISO 100, 36 Bilder. Die Entwicklung erfolgt in einem professionellen Fotolabor.

Sehr gerne fotografiere ich auch heute noch ganz konventionell mit einer Kleinbildkamera „Praktika MTL 5“ von Pentacon Dresden. Und natürlich dann auf 35-mm-Negativ Film (Farbe und Schwarz/Weiss).

Alle Fotos © by Michael Köhler, 2020

Foto-Portraits für ein Magazin

Ich bekam den Auftrag für ein Magazin Portraits von Seniorinnen anzufertigen.

Der Auftrag war schon etwas besonders, da die beiden Damen vor der Fotosession noch professionell geschminkt und frisiert werden sollten.

Beim Fotografieren habe ich bewusst auf vorher/nachher verzichtet, da ich auch Aufnahmen während des Schminkens machen wollte.

Sehr gerne fotografiere ich noch ganz konventionell mit einer Kleinbildkamera „Praktika MTL 5“ von Pentacon Dresden. Und natürlich dann auf 35-mm-Negativ Film (Farbe und Schwarz/Weiss).

Während des Schminkens, die Dame hatte im Gesicht viele Pigmentflecke, die wurden überdeckt und abgepudert.
Ein hervorragendes Ergebnis von Kosmetikerin und Friseurin. Im Ausschnitt sind die Pigmentflecke noch zu sehen. Hier haben wir bewusst auf das Schminken verzichtet.
Herausgekommen ist ein Foto, dass eine stolze alte Dame (81 Jahre) zeigt.
Das Foto wurde nachträglich nicht mehr bearbeitet sondern so im Original abgedruckt.
Alle Fotos wurden auf Kleinbildfilm ohne Blitzlicht aufgenommen.
Hier war uns wichtig, das die Wimpern kräftig getuscht wurden, damit sie im Gesamteindruck besonders wirken.
Während des Abpuderns bin ich ins Licht gelaufen, dadurch sind die Schlagschatten entstanden. Dieses Foto wurde nicht veröffentlicht.
Das Ergebnis zeigt eine fröhliche, zufriedene ältere Dame (68 Jahre). Auch hier haben Kosmetikerin und Friseurin eine ausgezeichnet Arbeit gemacht.

Die beiden Damen wurden im Salon Bergmann in Leipzig professionell frisiert und geschminkt.

Insgesamt haben an dieser Fotosession zwei Kosmetikerinnen, zwei Friseurinnen und der Chef, Friseurmeister Bergmann, mitgewirkt.

Die Aufnahmen entstanden mit einer Kleinbild-Spiegelreflex-Kamera „PRAKTICA MTL5“ auf Farbnegativfilm Kodak 100 135/36.

© by Michael Köhler, 2020

Das Corona-Virus

Ich will ja nicht nerven, aber das Corona-Virus geht uns alle an.

Was überhaupt nicht geht, sind Hamsterkäufe. Ich meine, ich habe auch einen gewissen Vorrat zu Hause, da ich nicht weiß, ob ich immer einkaufen gehen kann, wenn es mir gerade nicht gut geht.

Das selbst in großen Supermärkten Reis, Nudeln, Mehl, Salz und Zucker gehamstert werden, das Toilettenpapier knapp wird, ist blanke Hysterie.

Wer sich einen Notvorrat anlegen will, so wie schon vor langer Zeit empfohlen und von vielen belacht, das kann ich nachvollziehen.

Bei der Vorsorge vor der Übertragung sollte man auch wissen, dass die einfachen Atemschutzmasken nicht vor Ansteckung schützen, sie verhindern lediglich, dass ein infizierter Mensch, der eine solche Maske trägt, zu viele Viren nach außen gibt.

Was das fehlende Desinfektionsmittel betrifft:

Händewaschen: gründlich einseifen, zweimal Happy Birthday singen (das ist die Zeit, die die Seife zum einwirken braucht) und ein Handtuch wirklich nur für die Hände benutzen und öfter wechseln, sollte schon eine wichtige Vorsorge sein. Ausserdem nicht zu oft mit den Händen ins Gesicht fassen.

Wer sich unbedingt die Hände sterilisieren will, der kann auch den billigsten klaren Schnaps nehmen (38-45 Vol. % Alkohol reichen aus.) Aber nur zur äußerlichen Desinfektion, eine innere Anwendung schützt nicht.

Woher ich das alles weiss:

Ich gehöre zur absoluten Risikogruppe. Seit einem Jahr bekomme ich Immunsupressiva (mein Immunsystem wird künstlich niedrig gehalten, damit meine Nieren wieder gesund werden können).

Ich kann mir rein theoretisch überall einen Virus oder Bakterien einfangen, die mich möglicherweise auch umbringen können.

Bei aller Vorsicht gehe ich trotzdem ins Freie und auch einkaufen. Nur halt gebe ich auch meinen engsten Freunden nicht die Hand, wir verzichten auf Umarmungen – jeder weiss es und jeder akzeptiert es.

Wer glaubt, dass er infiziert sein könnte, rufe bitte seinen Hausarzt, den kassenärztlichen Notfalldienst unter der Rufnummer 116 117 an – keinesfalls den Notruf 112. Ausserdem gibt es in den größeren Krankenhäusern und Universitätskliniken Notfallnummern. Auch ein Ansprechpartner sind die örtlichen Gesundheitsämter.

Alle Telefonnummer findet Ihr auch im Internet.

Ach so, noch etwas:  Antibiotika helfen nur gegen Bakterien (also bei einer bakteriellen Infektion z.B. durch Streptokokken oder ähnliche). Bei Viren sind sie unwirksam und sogar gesundheitlich bedenklich.

Mein Lebenslauf

Schulbesuch und Ausbildungen

1962 – 1972             Allgemeinbildende Polytechnische Leibniz-Oberschule, Abschluss 10. Klasse

1972 – 1973             Interhotel DEUTSCHLAND/AM RING, Ausbildung zum Koch, aus gesundheitlichen Gründen beendet, weitere Ausbildung im Interhotel ASTORIA

1973 – 1975              Interhotel ASTORIA Leipzig, Ausbildung zum und Abschluss als Wirtschaftskaufmann

Berufliche Tätigkeiten

07/1975 – 11/1975  Interhotel ASTORIA Leipzig, Wirtschaftskaufmann, Inventuren und Kontrollen der Inventuren, Preisinspektor (Kalkulationen für die Preise von Speisen und Getränken in den Restaurants, Bars und Getränkebuffets (Ausschank), Preiskontrolle im Intershop

11/1975 – 05/1977  Wehrdienst, Nationale Volksarmee der DDR, Dienststelle Döbeln, Flakregiment, Tätigkeit als Verantwortlicher Unteroffizier im Bereich Bekleidung und Ausrüstung (BA) (liebevoll auch Kammerbulle genannt), ehrenvoll entlassen als Unteroffizier (Uffz.)

05/1977 – 03/1978  Interhotel ASTORIA Leipzig, Wirtschaftskaufmann, Inventuren und Kontrollen der Inventuren, Preisinspektor (Kalkulationen für die Preise von Speisen und Getränken in den Restaurants, Bars und Getränkebuffets (Ausschank), Preiskontrolle im Intershop

04/1978 – 01/1981  Rohrleitungen und Isolierungen Leitbetrieb, Arbeitsökonom (Arbeitszeiterfassungen und Kontrollen, Erarbeitung von Rationalisierungs-massnahmen in den produktiven Betriebsteilen)

02/1981 – 12/1990  Vereinigung der Sprachmittler der DDR beim Verband der Journalisten, Leiter des Bildungs- und Veranstaltungszentrums Leipzig, Organisation der Verbandsarbeit, Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen z.B. Weiterbildungen national und international , Feiern anlässlich der Verteidigung von Diplom- und Doktorarbeiten, internationale Kongresse (u.a. der UNESCO), Veranstaltungen zu den Leipziger Frühjahrs- und Herbstmessen sowie zur Konsumgütermesse, Familienfeiern, Betriebsfeiern – alles mit gastronomischer Versorgung (warme und kalte Küche, Buffets, nationale und internationale Getränke, Barbetrieb)

01/1991 – 04/1992  Lebensmitteleinzelhandel Becker, Verkaufsleiter im Lebensmitteleinzelhandel (Frischwaren wie Brot, Brötchen, Wurst, Aufschnitt sowie das komplette Sortiment von Milch bis Schokolade, alkoholische und nichtalkoholische Getränke, von Salz bis Mehl, Zigaretten usw.), Partyservice z.B. bei der Vorstellung neuer Automarken im Citroen Autohaus Leipzig, Mercedes Vertretung Autohaus Leipzig, Familienfeiern, Grillpartys u.a.)

05/1992 – 12/1999  selbständig, Reiseleiter, Inhaber Reisebüro – zwei Jahre als Reiseleiter im Bereich Buserlebnis-Reisen europaweit und in Afrika unterwegs (ich habe die Reisen nicht nur geführt, sondern auch erläutert, mit Musik untermalt und zu einem wirklichen Erlebnis für die Gäste und auch für mich gemacht, in Marokko durfte ich sogar Stadtführungen mit Erläuterungen durchführen, sonst ist das nur ortsansässigen und von den Behörden geprüften Guides erlaubt); 1994 habe ich ein Reisebüro gegründet, später noch zwei weitere Büros eröffnet; leider habe ich nicht aufgepasst und oft genug nachgefragt – ich bin krachend in die Pleite gerutscht und musste Insolvenz anmelden; an dieser Insolvenz habe ich bis 2019 zu kämpfen gehabt, jetzt bin ich schuldenfrei, bedauere dies jedoch immer noch sehr. Mein Herzblut hing daran und ich hatte tolle, fleissige und engagierte Mitarbeiter.

01/2000 – 06/2007  Praxis Dr. med. Thomas Giebe, Praxismanager (Organisation der gesamten Arztpraxisarbeit inkl. Patientenannahme, Vorbereitung von Untersuchungen, Dokumentation der Untersuchungen, Durchführung und Organisation der Disease-Management-Programme Diabetes und Koronare Herzerkrankungen, Vorbereitung und Durchführung der monatlichen und Quartalsabrechnungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung KV Leipzig, Berichte an Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Kuranträge, Anträge für medizinische Leistungen sowie Pflegestufen und -Leistungen)

07/2007 – 05/2011  Praxis Dipl.-Med. Astrid Georgi, Praxismanager (Organisation der gesamten Arztpraxisarbeit inkl. Patientenannahme, Vorbereitung von Untersuchungen, Dokumentation der Untersuchungen, Durchführung und Organisation der Disease-Management-Programme Diabetes und Koronare Herzerkrankungen, Vorbereitung und Durchführung der monatlichen und Quartalsabrechnungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung KV Leipzig, Berichte an Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Kuranträge, Anträge für medizinische Leistungen sowie Pflegestufen und -Leistungen)

06/2011 – 04/2012  arbeitsunfähig wegen einer Nierenerkrankung

05/2012 – 09/2012  TEMA, Telefonmarketing, Mitarbeiter Callcenter, ich möchte hierzu nichts näheres ausführen, es war für mich ein „Scheiss-Job“ und nicht das, was man mir vorher gesagt hatte. Ich habe auf jeden Fall gelernt, wie man es nicht machen sollte.

10/2012 – 10/2015  Unister Travel GmbH, Mitarbeiter Online-Reisebüro, Annahme von Anrufen zum Thema Reisebuchungen, Reiseversicherungen, Nachfragen zu bestehenden Buchungen, Krisenmanagement, Bearbeitung von Reklamationen, Buchung von Reisen (alles telefonisch)

seit 11/2015              Rentner (volle Erwerbsminderung)

seit Dezember 2019 aktiver Blogger, nebenberuflicher Journalist

Ausbildungen

1979 – 1984              Fachhochschule für Verkehrstechnik Dresden, Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Fernstudium

01/1992 – 05/1992  Internationale Reiseleiterschule, Ausbildung zum und Abschluss als Europa-Reiseleiter

03/2008 – 06/2008 Ausbildung und Abschluss als Diabetesassistent

2007 – 2010 Besuch der Diabetes-Akademie Leipzig (laufende Weiterbildung)

Auszeichnungen

1988 Verdienter Aktivist der DDR (tatsächlich nur für meine geleistete Arbeit ohne irgend einen politische Hintergrund)

1984 Verdienstmedaille des Ministeriums des Inneren der DDR in Gold (für meine aktive Mitarbeit bei der Aufklärung zweier Kapitalverbrechen – Mord und versuchter Mord – an Homosexuellen)

1975 Leistungsabzeichen der Nationalen Volksarmee der DDR in Silber (für die Entwicklung neuer, rationalisierter Lagerungsvarianten für Bekleidung und Ausrüstung)

1975 Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee der DRR in Gold (ich wurde ehrenvoll, jedoch aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig und dauernd dienstuntauglich aus der Armee entlassen, dieser Auszeichnung sollte mir nach inoffizieller Begründung durch den Stabschef der Truppenteils meinen Wiedereinstig ins Berufsleben erleichtern und irgendwelchen Gerüchten vorbeugen)

Alle Auszeichnungen waren mit hohen Geldzuwendungen verbunden-

Hobbies

Fotografieren analog und digital (einschließlich Bearbeitung der Fotos)

Musik (deutsche Schlager, Klassische Musik, Opern

Reisen

Filme (Krimis, historische Romane, Fachliteratur)

Meine Reise ans Ende Europas (Zum Nordkap)

Im Jahr 1993 war ich als Reiseleiter mit 2 Reisegruppen per Bus (Halle-Reisen im Auftrag des Austria-Reiseclub Leipzig) zum Nordkap unterwegs.

Die Hinreise von Leipzig – Fähre nach Schweden – Stockholm – Fähre nach Helsinki/Finnland – Fahrt durch Finnland nach Finnisch-Lappland – entlang des Tornio Flusses nach Norwegen – mit der Fähre zur Nordkap-Insel Magerøya (mit Übernachtung auf der Insel) – Nordkap um 24.00 Uhr MESZ – Rückreise über Narvik – weiter nach Schweden/Umea – entlang der schwedischen Ostseeküste nach Kopenhagen/Dänemark (hier Übernachtung in der Suite des Grandhotels) – zurück nach Leipzig.

Jede Reise dauerte 15 Tage und wir haben jeweils mehr als 6.700 km, mit drei Fährüberfahrten. Zwei Fährüberfahrten nachts mit der TT-Line bzw. Stena-Line in Zwei-Bett-Kabinen inkl. schwedischem Frühstück (Buffet) zu bewältigen, alle Übernachtungen fanden in **** und ***** Sterne Hotels statt.

Wir beide am Nordpolarkreis in Finnland
Am Nordkap um 24:00 Uhr MESZ

Auf der ersten Reise hatte ich einen noch sehr jungen Fahrer (22 Jahre jung), der seinen Job hervorragend gemeistert hat. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und so konnten die Reisen zu einem Erlebnis sowohl für die Reisegäste als auch für uns werden.

Die Fotos zeigen uns am Nordpolarkreis sowie am Nordkap, ein Foto mich allein ebenfalls am Nordkap. Die Aufnahmen am Nordkap entstande 24.00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit.

Ich erinnere mich sehr gern an diese Reisen.

Fotos: © und alle Rechte bei Michael Köhler / Juni 1993

Zur Wahl in Hamburg am 23.02.2020

23.02.2020, 20:15:00

Liebe CDU,

vielleicht lernen Sie nun mal, was es heisst die Wählerinnen und Wähler nicht zu verprellen.

Erst in Thüringen der eklatante Bruch mit der Demokratie – die Wahl eines „Scheinkandidaten“ mit Hilfe der AfD und dann die unerfreuliche Diskussion der Hardliner über die Zusammenarbeit mit der Partei DIE LINKE.

Sollten Sie es mitbekommen haben, die Partei DIE LINKE steht auf dem Boden des Grundgesetzes, die AfD nicht – stand sie auch niemals.
Wenn der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung der Partei DIE LINKE eine Mitschuld am Aufstieg der AfD gibt, so ist das wohl der letzte verzweifelte Versuch, eigene Fehler zu vertuschen.
Dieser am „grünen Tisch“ gefasste „Unvereinbarkeits-Beschluss“, generell nicht mit der Partei DIE LINKE zusammen zu arbeiten ist gescheitert.
Eine Parteivorsitzende, kurz AKK genannt, die eine derartig eklatante Führungsschwäche aufweist (übrigens schon von Anfang an) ist einfach unfähig, ihre Partei in die richtige Richtung zu führen.
Dort würde ich als erstes ansetzen und schnellstmöglich eine geeignete Persönlichkeit einsetzen.
Die Trennung von Parteivorsitz und Kanzlerschaft, das ewige Genörgle durch den Bayern Seehofer gegen die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, haben dazu geführt, dass die CDU mit wahrscheinlich nur 11 % in die Hamburger Bürgerschaft einzieht und damit totaler Wahlverlierer ist.

Ich hoffe sehr, dass sich die Prognosen hinsichtlich der AfD festigen und diese unsäglichen Nazis aus der Bürgerschaft verschwinden. Hoffentlich dann auch in den anderen Landesparlamenten und dem Bundestag.
Diese Adolf-Höcke-Partei muss aus der politischen Landschaft der Bundesrepublik Deutschland verschwinden. Das ist auch die Aufgabe der CDU als Volkspartei, dafür zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Köhler

P.S.:
Ich bin weder Mitglied oder Sympathisant der Partei DIE LINKE. Ich gehöre eher zu politischen Mitte und habe bisher CDU gewählt. Schon bei der Wahl von AKK habe ich mitgeteilt, dass ich mein Wahlverhalten ändern.

Mein Auftrag: Fotos von der Namensgebung 43. Polytechnische Oberschule „Walter- Ulbricht“

Im Frühjahr 1980 (also vor 40 Jahren) wurde ich von Eltern, deren Kinder die 43. Polytechnische Oberschule in der Max-Planck-Strasse in Leipzig besuchten, gefragt, ob ich bei der Festveranstaltung zur Namensgebung der Schule als „Walter-Ulbricht-Oberschule“ die Fotos machen würde.

Ich habe bis Ende der 1980-er Jahre viel fotografiert und diese in meinem eigenen Fotolabor entwickelt und vergrößert. Den Auftrag nahm ich gerne an, zumal ich damit auch Geld verdienen konnte.

Walter Ulbricht war von 1950 – 1971 der Erste Sekretär des Politbüros der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), er war erste Vorsitzende Staatsrates der DDR 1960 – 1971 (wurde kurz als Staatsratsvorsitzende bezeichnet, vorher war Wilhelm Pieck Präsident der DDR, dieses  Amt wurde 1960 abgeschafft).

Zentralbild/Junge 31.1.1961 Klingenthal Walter Ulbricht in Klingenthal. – Der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, weilte am Wochenende bei den Musikinstrumentenbauern in Klingenthal im Erzgebirge. In Begleitung seiner Gattin unternahm er hier auch Skiwanderungen und sah sich die III. Internationalen Skiwettkämpfe in den Nordischen Disziplinen an. U.B.z: Walter Ulbricht und Gattin beim Start und Ziel vom Langlauf zur Nordischen Kombination. **

1971 wurde Ulbricht durch Erich Honecker entmachtet.

Im Fernsehen der DDR und in der Presse wurden Filmaufnahmen und Bilder veröffentlich, die Ulbricht an seinem Geburtstag am 30. Juni 1971 zeigen, als er im Morgenmantel und in Hausschuhen (inszeniert als „alter und kranker Mann“) die Glückwünsche der Mitglieder des Zentralkomitees der SED, allen voran Erich Honecker, entgegen nahm.

Damit war die Ära Ulbricht offiziell beendet, man hörte bis zu seinem Tod am 01. August 1973 (ausgerechnet während der „Weltfestspiele der Jugend und Studenten“, die wurden angeblich auf seinen Wunsch weiter veranstaltet.) nicht mehr viel über ihn.

Es gab nach den „Weltfestspielen“ formal einen Staatsakt und das Begräbnis.

Damit war Walter Ulbricht aus dem Gedächtnis der Partei (SED), des Staates und der Geschichte der DDR verschwunden. Nicht aber aus den Köpfen der Bürger der DDR. Schließlich hatte er den Bau der Mauer veranlasst und dafür gesorgt, dass der „Schießbefehl“ erlassen wurde (bereits 1960). Ulbricht war der typische stalinistsche Parteifunktionär.

Um seine Witwe, Lotte Ulbricht, rankten sich viele Geschichten. Angeblich solle sie in der Schweiz leben, im Internationalen Frauenbund engagiert sein usw.

Umso erstaunter war ich, als ich vor Beginn der Feierstunde zur Namensgebung einer alten Dame vorgestellt wurde, die tatsächlich Lotte Ulbricht war.

Sie fragte mich, was ich hier machen wolle.

Ich erzählte ihr, dass ich für die Schule die Fotos machen soll, um dieses festliche Ereignis zu dokumentieren und fragte sie, ob sei damit einverstanden wäre, dass ich ein paar Fotos von ihr mache.

Sie tätschelte mein Gesicht und sagte „Junge, selbstverständlich, aber nur von meiner Schokoladenseite“, auf der anderen hatte sie einen großen Pigmentfleck.

Ich hielt mich daran und sie genehmigte mir die Fotos.

Es war ein interessanter Tag für mich, der in meinem Fotolabor endete, als ich die Fotos getrocknet und je einen Abzug zu Lotte Ulbricht gebracht hatte.

Musikcorps der Pionierorganisation auf den Stufen zum Zentralstadion (in der Nähe der 43. POS)
Aufzug der Ehrengäste (in der Mitte Lotte Ulbricht)
Ansprache von Lotte Ulbricht
Eintrag ins Ehrenbuch der Schule (im Beisein eines Vertreters der Stadt Leipzig und eines Pioniers)

Copyright für die schwarz/weiss-Fotos von Lotte Ulbricht by Michael Köhler/2020

  • Copyright für das Farbfoto von Walter Ulbricht „Neujahrsansprache 1970“
  • CC BY-SA 3.0 de
  • File: Bundesarchiv Bild 183-J1231-1002-002 Walter Ulbricht, Neujahrsansprache.jpg
  • Erstellt: 31. Dezember 1970date QS:P571,+1970-12-31T00:00:00Z/11
  • Copyright für das S/W-Foto „Klingenthal, Walter Ulbricht mit Gattin
  • Bundesarchiv, Bild 183-80009-0001
  • Junge, Peter Heinz
  • CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 DE
  • Januar 1961

Warum ich bin wie ich bin

Seit meiner Kindheit leide ich unter Angststörungen. Das beschreibe ich im dritten Absatz. Einige meiner Mitmenschen und ein Chef haben diese permanente Angst erkannt und meine Situation schamlos ausgenutzt.

Erst während einer 9-montigen stationären Psychotherapie von Ende Oktober 1996 bis Anfang August 1997 konnte ich der Sache auf den Grund gehen.

Es gibt zwei traumatische Erlebnisse in meiner Kindheit, die dazu geführt haben.

Als 4-jähriger kleiner Junge musste ich mit ansehen, wie mein Vater am Heiligabend 1959 um 16:00 Uhr verhaftet und abtransportiert wurde. Es klingelte an der Tür, ich rannte hin, weil ich dachte der Weihnachtsmann kommt. Statt der roten Kleidung und dem langen weißen Bart sah ich zwei große Männer in schwarzen Ledermänteln und mit schwarzen Hüten auf dem Kopf. Diese Männer schoben mich beiseite, gingen zielstrebig an die Türen in der Wohnung, rissen sie auf und fanden meinen Vater im Wohnzimmer, wo er sich zusammen mit meinem kleinen Bruder (damals 2 Jahre alt), meiner Mutter und seinen Eltern (meinen Großeltern, die gemeinsam mit uns in der großen Wohnung lebten) aufhielt.

Ohne Worte rissen sie meinen Vater aus dem Sessel, er konnte sich gerade noch Schuhe und Mantel holen, schon waren sie mit ihm verschwunden. Meine Großmutter, seine Mutter, schrie und wollte nicht wieder aufhören. Anschließend betete sie ein Ave Maria nach dem anderen. Mein Bruder und ich waren völlig verstört, unsere Mutter hat sich liebevoll um uns gekümmert und konnte ihrem eigenen Schmerz nicht einmal rausschreien, wie sie es sicher getan hätte. Mein Großvater war vor Schreck ganz still geworden. Er, der nie ein Freund großer Worte war, saß völlig erstarrt auf seinem Stuhl und hat tagelang kein Wort gesprochen.

Seit dieser Zeit habe ich ein sehr gestörtes Verhältnis zu Weihnachten. Auch heute noch ist „das Fest der Liebe“ für mich kein richtiger Grund zum Feiern.

Was alles hinter dieser Verhaftung stand, haben wir vollständig erst nach der „Wende“ erfahren, als mein Bruder zwischen 2008 und 2010 endlich die Unterlagen von der Stasi-Unterlagenbehörde einsehen konnte. Das berichte ich in einem anderen Zusammenhang ausführlicher.

Erst ein dreiviertel Jahr später war mein Vater an einem sonnigen Morgen wieder zu Hause. Ich war gerade aufgestanden und sah ihn im Bad stehen, er rasierte sich.

Mein Bruder und ich wurden von unseren Eltern im katholischen Glauben, trotzdem weltoffen und zur Toleranz erzogen.

Die katholische Erziehung war dem Umstand zu verdanken, daß meine Großeltern (immer als die Eltern meines Vaters beschrieben), besonders aber meine Großmutter streng gläubig, waren und wollten, daß dies natürlich auch auf die Enkel übertragen wird. Mein kleiner Bruder war für das Priesteramt „vorgesehen“. Meine Mutter war evangelisch und musste für die Hochzeit mit meinem Vater zum katholischen Glauben konvertieren.

Wir Kinder gingen zum Religionsunterricht, lernten dort alles, was für einen richtigen Katholiken notwendig ist. Natürlich in kindgerechter Form.

Irgendwie war es für mich immer ein Erlebnis, vor allem wenn die Heiligen- und Märthyrer-Geschichten behandelt wurden.

Selbstverständlich war auch die Beichte (also dem Prister die kleinen, meist sehr kleinen „Sünden“ zu berichten) sehr wichtig, wir waren jede Woche dort. Ich hatte aber immer Angst, daß ich etwas falsch gemacht haben könnte und in die Hölle dafür komme.

Das wäre für mich das Schlimmste gewesen.

Ich habe bereits mit 7 Jahren gemerkt, daß ich mich eher zu Männern hingezogen fühlte. Als wir etwas größer und älter waren, kam auch das Thema „Sexualiät“ im Religionsunterricht auf den Plan. Selbstverständlich nicht so offen wie heute. Besonders wurden die Jungs (wir erhielten den Unterricht getrennt von den Mädchen), belehrt niemals „Hand an sich selbst zu legen“, das wäre eine unentschuldbare, schwere Sünde. Außerdem wäre noch schlimmer, wenn zwei Jungs oder Männer dies miteinander täten.

Eines Tages war unser Jugendpfarrer entweder krank oder hatte Urlaub, auf jeden Fall war plötzlich bei der Beichte ein anderer, älterer Priester da. Ich erzählte meine kleinen Sünden (also ich bin irgendwo zu spät gekommen, habe beim Religionsunterricht nicht richtig aufgepasst, meiner Mutter 10 Pfennige aus dem Portemonnaie [Geldbeutel] gestohlen usw.). Kleine unerhebliche Sünden.

Plötzlich fragte mich der Pfarrer ob ich wüsste, wie man „Selbstbefriedigung“ in der Umgangssprache nenne. Sofort dachte ich, der weiß alles – jetzt kommst du hier nicht wieder raus, sondern gleich ins Höllenfeuer. Er bedrängte mich, das „w….n“-Wort zu sagen. Natürlich kannte ich das, schließlich sprachen alle größeren Jungs auf dem Schulhof darüber. Nach langem Rumeiern meinerseits sagte ich ihm das „f….n“-Wort. Das sei falsch, sagte der Priester, gab mir meine Strafe für meine Sünden (10 Vater-Unser) und ermahnte mich, beim nächsten Mal ehrlich zu sein. Ich bin nie wieder zur Beichte gegangen, wenn dieser Priester da war.

Wir wurden älter, irgendwann konnten meine Großeltern nicht mehr zum sonntäglichen Gottesdienst mitkommen, also waren mein Bruder und ich allein unterwegs. Die Gottesdienste fanden in der Lutherkirche am Clara-Zetkin-Park statt. So schaute einer von uns beiden durch die große Tür hinein und sah, welcher Pfarrer die Messe las. Meiner Großmutter erzählten wir irgendeine Geschichte. Zusammen, also mein Bruder und ich, sind wir dann durch den großen Park gelaufen, bei Wind und Wetter. Das war das Schönste an diesen Sonntagen.

Als wir 12 bzw. 13 Jahre alt waren (so um 1968) , veranstaltete unsere Gemeinde zusammen mit anderen Gemeinden ein Wochenende, das der „Aufklärung“ im Sinne der Katholischen Kirche gewidmet war. An diesem Wochenende waren auch nur die Jungs da, die Mädchen wurden ein Wochenende später eingeladen.

Dort wurde anhand von „technischen“ Zeichnungen dargestellt, wie der Geschlechtsakt durchgeführt werde. Immer wieder wurde betont, dies sei der höchste Liebesbeweis zwischen Eheleuten, also Mann und Frau. Außerdem diene er nur zur Zeugung von Kindern. Liebe, Spaß und Freude am Sex spielte keine Rolle und war auch eine Sünde.

Die größte, unverzeihliche Sünde sei es jedoch, wenn zwei Männer mit einander verkehren würden. Das stehe als eisernes Gesetz in der Bibel. Nur habe ich vergessen, ob es im Alten oder Neuen Testament stand. Für mich war dieses Wochenende eine fürchterliche Tortur, zumal ich mit niemandem darüber sprechen konnte. Ich war der Sünder. Ich beging die größte Sünde. Ich war kein guter Katholik.

Mit Vollendung meines 18. Lebensjahres bin ich aus der Kirche ausgetreten.

Ich achte Menschen, die einen tiefen und ehrlichen Glauben an Gott haben (egal welche Religion, nur diese Menschen müssen ehrlich sein). Wogegen ich Heuchler, egal in welcher Form, auf den Tod nicht ausstehen kann. Also solche Leute, die „Wasser predigen und selbst Wein trinken“ sind mir zutiefst zuwider.

Foto: Copyright Familienfotos der Familien Köhler, by Tom Coal 2020